Arbeit

Alle Menschen haben das Recht, ihren Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen. Menschen mit Behinderungen sind allerdings sehr viel häufiger arbeitslos als Menschen ohne Behinderungen. Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt werden sie benachteiligt, sei es durch Vorbehalte auf Seiten von potentiellen ArbeitgeberInnen oder weil notwendige Unterstützungsleistungen nicht zur Verfügung stehen. Immer mehr Menschen arbeiten in Werkstätten für behinderte Menschen und sind damit auf Sozialleistungen angewiesen.

Wir treten dafür ein, dass alle Menschen den Beruf ergreifen können, der ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist eine ⇒ inklusive Bildung. Darüber hinaus muss Menschen mit Behinderungen auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt die Unterstützung zur Verfügung stehen, die sie benötigen. Dazu kann die Einrichtung eines barrierefreien Arbeitsplatzes zählen, aber auch Beratung und Begleitung, notwendige Hilfsmittel oder ein dauerhafter Lohnkostenzuschuss als Nachteilsausgleich. Nur wenn es wirkliche Alternativen zur Werkstatt gibt, ist eine Wahl zwischen Werkstatt und allgemeinen Arbeitsmarkt möglich.

Parlamentarische Initiativen der 17. WP:

Aktuelle Parlamentarische Initiativen und Meldungen zu „Arbeit“:

Wenig Geld und kaum Chancen: Behinderte Menschen im Berufsbildungsbereich

[14.09.2017]  Schriftliche/mündliche Fragen

Menschen, die im Berufsbildungsbereich einer Werkstatt sind, sind finanziell schlechter gestellt als Werkstattbeschäftigte, die im Arbeitsbereich beschäftigt sind. Das findet die Bundesregierung zwar bedenklich – doch unternehmen will sie nichts.

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Keine Arbeitsassistenz für Nebenjobs: Selbstbestimmt ist anders

[13.09.2017]  Schriftliche/mündliche Fragen
Junge Frau steht vor einem Backblech und formt Brötchen
© skeeze / pixabay.com

Behinderte Menschen, die ein paar Stunden die Woche arbeiten möchte, um etwas dazu zu verdienen, bekommen dafür keine Arbeitsassistenz, auch wenn sie nötig wäre. Anspruch darauf hat nur, wer mehr als 15 Stunden pro Woche berufstätig ist. Ein Nebenjob ist deshalb für einige behinderte Menschen unmöglich.

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Werkstätten für behinderte Menschen: Vieles muss sich ändern!

[20.06.2017]  Anfrage

Mehr als 300.000 Menschen mit Behinderungen arbeiten in Werkstätten für behinderte Menschen. Obwohl zahlreiche Fachleute und Medienberichte darauf hinweisen, dass sie den ursprünglichen Ansprüchen nur selten gerecht werden, sieht die Bundesregierung keinen Handlungsbedarf.

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Wird Ausbildung von Menschen mit Behinderung erschwert?

[29.10.2015]  Anfrage

Wenn Betriebe Menschen mit Behinderungen eine Fachpraktiker-Ausbildung anbieten möchten, müssen Ausbilderinnen und Ausbilder eine Zusatzqualifikation nachweisen. Für viele Unternehmen ist das ein Problem: Die Fortbildung dauert relativ lange und die Inhalte sind teilweise fragwürdig. Bewirkt die Qualifikation, die eigentlich Inklusion fördern soll, genau das Gegenteil?

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Schwerbehindertenvertretung stärken!

[04.12.2014]  Schriftliche/mündliche Fragen

Die Wahlen zur Schwerbehindertenvertretung sind gerade abgeschlossen, ihre im Koalitionsvertrag angekündigte Stärkung ist noch nicht in Sicht. Die Bundesregierung zögert. Das belegen die Antworten auf meine Schriftlichen Fragen.

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Inklusion im Berufsleben mangelhaft

[28.11.2014] 

Erneut belegt eine Studie: Die Arbeitsmarktsituation von Menschen mit Behinderung ist schlecht und sie hat sich im vergangenen Jahr auch nicht grundlegend verbessert. Viel zu oft werden Menschen mit Behinderung in Werkstätten geleitet, u.a. weil Alternativen auf dem ersten Arbeitsmarkt fehlen.

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Vermittlung schwerbehinderte Akademiker verbessern

[03.03.2014] 

Schwerbehinderte Menschen haben nicht davon profitiert, dass sich der Arbeitsmarkt in Deutschland insgesamt positiv entwickelt hat und die Arbeitslosigkeit seit 2010 gesunken ist. Grund dafür sei, dass sich die Rahmenbedingungen bei der Arbeitsagentur für die Vermittlung verschlechtert hätten, so der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS).

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