Hiroshima mahnt: Atomwaffen abziehen und abrüsten

[05.08.2020]  Pressemitteilung
Blockade gegen Atomwaffen in Büchel (16.05.2015)
© Uwe Hiksch/flickr.com/CC BY-NC 2.0

Anlässlich des 75. Jahrestages des Atombombenabwurfs auf die japanische Stadt Hiroshima erklärt die Trierer Bundestagsabgeordnete Corinna Rüffer:

Vor 75 Jahren, am 6. August 1945, wurde erstmals eine Atombombe über bewohntem Gebiet abgeworfen. Diese brachte Tod und unfassbares Leid über zehntausende von Menschen, die Spätfolgen sind bis heute spürbar. Der Jahrestag von Hiroshima mahnt zu verhindern, dass es jemals wieder soweit kommt. Doch es wurde offenbar nicht viel gelernt: Seit den Zeiten des Kalten Krieges war die Gefahr eines weltweiten atomaren Wettrüstens und des Einsatzes von Massenvernichtungswaffen nicht mehr so groß wie derzeit.

Vor diesem Hintergrund ist auch der angekündigte Abzug bzw. die Verlegung von US-Truppen aus Deutschland zu bewerten: Friedenspolitisch dringend geboten – und wichtiger als ein Truppenabzug – wäre der Abzug der in Büchel stationierten US-Atombomben aus Deutschland. Zudem ist die Verlegung von US-Einheiten von Deutschland an die russische Grenze nach Polen alles andere als ein positives Signal für die internationale Sicherheit. Im Gegenteil birgt es die Gefahr, dass Russland Gegenmaßnahmen ergreift.

Konsequente Abrüstung und eine atomwaffenfreie Welt – das wäre das richtige Signal zum 75. Hiroshima-Jahrestag.