Inklusive Arbeitswelt ist wesentlich für inklusive Gesellschaft

[12.05.2022]  Rede
Rede zum TOP „Inklusive Arbeitswelt“ (12.05.2022)

Wenn wir die inklusive Gesellschaft voranbringen wollen – und ich lese den vorliegenden Antrag der Unionsfraktion so –, brauchen wir alle Kräfte in diesem Land; denn es ist eine Mammutaufgabe, die wir vor uns haben. Deswegen herzlichen Dank an die Union für diesen Antrag.

Die Entwicklung eines inklusiven Arbeitsmarktes, ist dabei enorm bedeutsam – auch und gerade angesichts des demografischen Wandels. Es gilt, unsere Arbeitswelt so zu gestalten, dass auch immer mehr älter werdende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gesund bleiben. Deshalb ist es notwendig, das betriebliche Eingliederungsmanagement, wie im Koalitionsvertrag vorgesehen, verbindlicher zu regeln; Prävention, Rehabilitation und Teilhabeleistungen viel stärker auf den Arbeitsmarkt auszurichten. Und es ist notwendig, die Schwerbehindertenvertretung als ganz wichtige Ressource in den Betrieben endlich zu stärken. Die Arbeitswelt inklusiv zu gestalten, reicht also weit über den Antrag der Union hinaus.

In der ersten Beratung zu diesem Antrag habe ich bereits ausgeführt, dass entgegen den gesetzlich bindenden Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention und entgegen den Wünschen der Betroffenen immer mehr Menschen auf Sonderwelten wie Werkstätten für behinderte Menschen verwiesen werden.

Wir haben alle Möglichkeiten, Regelungen mit Personenzentrierung zu finden und uns an den guten Beispielen der Inklusionsbetriebe zu orientieren – anstatt Maßnahmen von der Stange anzubieten. Das wäre die Aufgabe dieser Zeit, eine wichtige Aufgabe.

Zum Lesen: Meine Rede zum TOP „Inklusive Arbeitswelt“