Fachkräftemangel: Auch Menschen mit Behinderung mehr einbeziehen

[26.07.2022]  Im Gespräch
Zu sehen ist ein ovaler Tisch, um den von links nach rechts sitzen: Richard Leuckefeld (Grüne Stadtratsfraktion Trier), Corinna Rüffer (MdB), Alfred Wirtz (Bürgermeister Ralingen), Dr. Matthias Schwalbach (HWK Trier) und Dr. Matthias Schmitt (IHK Trier).
R. Leuckefeld, C. Rüffer, A. Wirtz, M. Schwalbach und M. Schmitt (v.l.n.r.)
© IHK Trier

Am 14. Juli war ich zu Besuch bei der IHK Trier. Gemeinsam mit meinen Grünen Kollegen Alfred Wirtz, Ortsbürgermeister von Ralingen und Schreinermeister, und Richard Leuckefeld, wirtschaftspolitischer Sprecher der Stadtratsfraktion, tauschten wir uns mit Matthias Schmitt von der IHK Trier und Matthias Schwalbach von der HWK zu den Ergebnissen ihrer Unternehmensumfrage zum Wirtschaftsstandort Region Trier aus. Im Gespräch zeigte sich, dass es – anders als vor einigen Jahren – inzwischen viel größere Gemeinsamkeiten bei der Betrachtung der Herausforderungen für die Region als Wirtschaftsstandort gibt.

Matthias Schmitt und Matthias Schwalbach berichteten, ein Nadelöhr sei der Arbeitskräfte- und insbesondere der enorme Fachkräftemangel in unserer Region. Das liegt auch daran, dass es viele Berufstätige aufgrund deutlich höheren Gehälter nach Luxemburg zieht. Deshalb müssen wir dringend überlegen, wie wir Arbeitnehmer*innen attraktive Beschäftigungsangebote, zum Beispiel mit Blick auf familienverträgliche Arbeitszeiten, unterbreiten können. Außerdem ist der Bund gefordert, ein Einwanderungsgesetz zu schaffen, das die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte erleichtert. Auch Aus- und Weiterbildung sind wichtige Säulen der Fachkräftesicherung. Im Koalitionsvertrag haben hierzu diverse Ziele festgehalten, unter anderem eine Ausbildungsgarantie. In diesem Zusammenhang ging es auch um die Bekämpfung der Klimakrise. Denn auch für Klimaschutz und Energiewende braucht es Fachkräfte, die den Wandel mit vorantreiben.

Um das Problem zu lösen ist es unerlässlich, diejenigen Menschen mehr einzubeziehen, die bislang nicht im Blick waren, beispielsweise Menschen mit Behinderungen. Der Arbeitsmarkt muss insgesamt wesentlich inklusiver werden und mehr auf die Bedürfnisse einer alternden Gesellschaft ausgerichtet werden. Arbeit muss alters- und alternsgerechter werden.
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